Passage-Schule

Denkkap afbeelding Die Denkkappe und die Lektionen

Ein Lehrer erzählt: Die Denkkappe umfasst die ganze Gedankenwelt, die gesamte Denkwelt vom Menschen. Eine Denkkappe kann überproportional groß werden, weil man in dieser Gesellschaft von dem Prinzip ausgeht „Ich denke, also bestehe ich“, also „Mein Denken, das bin ich“. Aber die Absicht ist es, dass Jemand entdeckt was wirklich gemeint ist und wer er wirklich ist.

Denn eine Denkkappe denkt dies alles zu wissen. Sie denkt zu wissen wie die stoffliche Welt und wie die geistige Welt zusammengesetzt sind. Die Denkkappe hat eine bestimmte „Sicht“ und diese „Sicht“ ist aufgebaut aus verschiedenen Ratschläge, Normen, Regeln und Bildern von anderen Denkkappen, die ein Mensch als kleines Kind schon mit dem Brei eingelöffelt bekommen hat. Ein Kind hat dadurch nicht die Möglichkeit gehabt, um eigene Regeln für sich selbst zu bestimmen.

Und wenn ein Kind in die Pubertät kommt und hofft zu entdecken wer es selbst ist, hat seine eigene Denkkappe schon einen Rahmen entworfen. 
Darin liegen die Regeln der Gesellschaft schon fest und das jenige was von ihm erwartet wird. Es gibt dann bereits eine Art von „Rahmen“ in dem der Jugendliche wohl einen kleinen Teil als eigen Raum einnehmen wird, aber der Rahmen bleibt letztendlich wohl bestehen. Dieser „Rahmen“ ist Teil dieser Gesellschaft und hält sehr viele Menschen davon ab, um Kontakt zu machen mit ihrem eigenen Wesen-Bewusstsein, mit dem, was sie wirklich sind.

Und die Denkkappe bekommt soviel Nahrung, soviel Energie vom Menschen selbst, sodass wenn er in Berührung mit unserer Sicht kommt, zum Beispiel über unsere Bücher, oder über die Zusammenkünfte, die Denkkappe den Rahmen schon wieder parat hat und sagt „Dies gehört nicht zu meinen Regeln, dies gehört nicht zu meiner Sicht“ und er schließt die Tür. Aber es ist nicht der Mensch, der die Tür schließt, es ist die Denkkappe die die Tür zuschließt. Ein Mensch kann von der Denkkappe aus dem was wir anbieten nicht folgen. Ein Mensch kann nur von seinem eigenen Wesen aus, seinem wirklichen „Ich“, fühlen, ob das was gesagt wird wahr ist oder nicht. Denn das was wir jemandem während eines Treffens anbieten ist meistens entgegengesetzt dem, was dieser Mensch gelernt hat in seinen Leben, von der Kirche, von Schulen, von Eltern, von Familie und von Freunden auf der Straße.

Wenn ein Mensch unsere Treffen besuchen will oder unsere Bücher lesen will, wird er mit seiner Aufmerksamkeit nach unten „sinken“ müssen und nicht oben in der Denkkappe hängen bleiben. Und dieses „Sinken“ ist nichts anderes als kurz die Hände auf den Bauch zu legen und mit der Andacht zu den Füßen zu gehen.

Brunnen: Welt der Weisheit